Die drei zur katholischen Pfarrei Hohensachsen gehörenden Orte Lützelsachsen, Großsachsen und Hohensachsen hatten mit Ritschweier jahrhundertelang im Mittelalter ihren religiösen Mittelpunkt in der St. Jakobuskirche über Hohensachsen. Von 1764 bis 1802 gehörte allerdings Großsachsen zur Pfarrei Leutershausen. Die Kirche in Hohensachsen, die 1771/72 abgebrochen wurde, besaß die Pfarrechte. Sie könnte in ihren Anfängen auf jene Eigenkirche zurückgehen, von der die edle Frau Geriniu am 28. September 989 zwei Teile dem Kloster Lorsch vermachte und die wohl mit jener Kirche in "Sassenheym" in Zusammenhang stehen dürfte, mit ihr vielleicht identisch war, die in einer Bulle des Papstes Gregor IX. vom Jahre 1238 unter den Kirchen des Klosters Lorsch aufgezählt ist. Die St. Jakobus-Kirche war indes nicht das einzige Gotteshaus im Pfarrbezirk. Es gab daneben laut Wormser Synodale vom Jahre 1496 noch einige Kapellen. In Hohensachsen die St. Christopheruskapelle auf dem Friedhof, der St. Jakobus-Kirche gegenüber, im Odenwald hinter Großsachsen die Capella St. Crucis - Heiligkreuzkapelle -‚ von der der Stadtteil Heiligkreuz seinen Namen bekam und in Großsachsen die Magdalenenkapelle.
Nachdem Im Jahre 1556 unter Ottheinrich in der Pfalz die Reformation eingeführt worden war, hat auch die katholische Pfarrei Hohensachsen aufgehört zu existieren. Die Kirche und die Kapellen gingen in den Besitz des neuen Bekenntnisses über.
Als sich während der Regierung der katholischen Kurfürsten ab 1685 nach und nach wieder Katholiken hier ansiedelten, konnte 1700 die katholische Pfarrei wieder errichtet werden. Bei der 1705 erfolgten Kurpfälzer Kirchenteilung erhielten die Katholiken wieder die Kirche St. Jakobus zu Hohensachsen und die Reformierten die Magdalenenkapelle in Großsachsen. Der Zerfall der Pfarrkirche auf dem Berg im 18. Jahrhundert zwang zu einer anderen Lösung. Es wurde eine Kapelle im Ort gebaut, die 1771 zur jetzigen Pfarrkirche um- und ausgebaut wurde. Der Kirchenraum war ausreichend, im Jahre 1802 betrug die Zahl der Katholiken im ganzen Pfarrbezirk betrug 520, die allerdings bis 1895 auf 689anstieg. Da der Bitte zum Neubau einer Kirche in Hohensachsen im Jahre 1898 nicht entsprochen wurde, versuchte man der Raumnot durch die Einführung einer Frühmesse ab Februar 1927 zu begegnen.
Einen Zuwachs erfuhr die Pfarrgemeinde seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Bereits 1946 war die Zahl der Katholiken durch die Zuweisung von Flüchtlingen auf 1.717 angewachsen. in den Jahren danach entwickelte sich eine rege Bautätigkeit in allen Orten. 1989 hatte die Pfarrei bereits 3.244 Angehörige und 1994 waren es noch 3.143. Als Folge dieser enormen Entwicklung wurde in den Jahren 1963/65 in Großsachsen die Christkönigskirche gebaut. zehn jahre danach , im Jahre 1976, wurde in Lützelsachsen mit dem Bau des Kirchenzentrums mit Gottesdienstraum, Jugendraum und Kindergarten ein kirchlicher Mittelpunkt geschaffen.

